18 Jan 20

Evans: Durch ein Software-Problem „war ich blind“, während „uns das Rennen aus den Fingern gerutscht ist“

Nach einem chaotischen Showdown in Santiago meint Panasonic Jaguar Racing Fahrer Mitch Evans, dass „noch viel Arbeit“ vor dem Team liege, nachdem ein eigentlich klarer Sieg durch ein Software-Problem verlorenging und das Rennen mit dem neuseeländischen Fahrer auf dem dritten Platz endete.

Panasonic Jaguar Racing Frontmann Mitch Evans blickt nach dem Rennen in Santiago hoffnungsvoll in die Zukunft, empfindet gleichzeitig aber auch einen „bittersüßen“ Nachgeschmack. Einerseits gewann der Neuseeländer nach seiner Drittplatzierung im Rennen und dem Sichern der Julius Bär Pole Position (drei Punkte) wichtige 19 Punkte. Andererseits hätte Evans jedoch mehr herausholen sollen. 

Von der Poleposition aus befand sich Evans für fast die Hälfte des Rennens an der Spitze des Fahrerfelds, bis Max Günther von BMW i Andretti Motorsport 25 Minuten vor Ablauf der Zeit mit einem perfekt getimten Überholmanöver vorbeizog. 

„Das Rennen ist uns irgendwie aus den Fingern gerutscht, das war schon etwas seltsam“, räumte Evans ein, nachdem sich der Staub auf dem Parque O'Higgins Kurs gelegt hatte. 

„Wenn wir die positive Seite betrachten, dann konnten wir nach einem schlechten Saisonstart einige gute Punkte holen und uns einen Podiumsplatz sichern, damit bin ich also glücklich.

„Vom T1-Start an wollte ich den Sieg, aber es liegt noch viel Arbeit vor uns“, fügte er hinzu. 

Mit 21 Punkten nach drei Rennen liegt Evans auf dem achten Platz in der Gesamtwertung der Meisterschaft – 17 Punkte hinter Mercedes-Benz EQ Fahrer und neuem Championship-Spitzenreiter Stoffel Vandoorne. 

„Von Anfang an hatten wir Software-Probleme, die uns zu schaffen machten – diese Probleme waren noch nie zuvor aufgetaucht.

„Ich verbrauchte zu viel Energie, weil ich keine Daten bekam ... dadurch war ich blind und hatte keine Orientierungshilfe ... das Rennen heute zu managen war extrem schwierig. 

„Es hätte noch viel schlimmer sein können, aber wir müssen das genau untersuchen. Ich bin mit dem Ergebnis zufrieden, aber mir bleibt ein bittersüßer Nachgeschmack“, meinte der Jaguar Fahrer mit einem zynischen Lächeln im Gesicht.